Multi­funktio­na­ler Fahrrad­an­hän­ger „made in munich“: hinter­her

Wie aus einer kleinen Münchner Möbelwerkstatt ein erfolgreicher Hersteller für Fahrradanhänger wird.

Peter Hornung-Sohner, Vater von drei Kindern mit gut laufender Möbelwerkstatt im Münchner Glockenbachviertel machte aus der Not eine Tugend.
Der Umstand, dass zu wenig Parkplätze in seiner Stadt vorhanden sind, brachte ihn auf die Idee einen Fahrradanhäger zu entwickeln. So entwirft der Schreiner, der nach seiner Ausbildung noch Architektur studiert hat, seinen Wunsch-Anhänger als Werkzeug für professionellen Einsatz.

Vielseitig, hochwertig und schön sollte er sein.
Nach mehr als zwei Jahren Entwicklungszeit wurde aus dem „Ein-Mann-Unternehmen“ eine Firma mit einer Jahresproduktion von 1000 Anhängern. Aus der Anhänger-Idee entstand eine Produktpalette für jeden erdenklichen Einsatzbereich.

Das Prinzip ist einfach

Laufräder, Alu-Plattform und Anhängedeichsel werden zu einem Anhänger zusammengebaut.

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So kann der Anhänger mühelos als Einkaufswagen verwendet werden, wenn man einen klappbaren Aufsatz draufsteckt. Einfach vom Fahrrad abkoppeln, einkaufen gehen und wenn es sein muss, dann wird der Anhänger mit wenigen Handgriffen in eine Sackkarre verwandelt.

In der Variante mit langer Plattform wird der Transport von sperrigen Gegenständen zum Kinderspiel. Mit dem Fahrrad zum Wertstoffhof fahren, wer hätte das gedacht? Bis zu 150 kg Belastbarkeit lassen die Konstruktion zu. Je nach Bremskraft und Konstruktion des Zugfahrrades kann der Anhänger bis zu 45 kg Zuladung vertragen. Im Handbetrieb können bis zu 80 kg zugeladen werden.

Mittlerweile gibt es für jede Nutzung verschiedene Aufbauten und Zubehörteile. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos, das zeigt die stetige Weiterentwicklung der Produktpalette.

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Ob mit dem Kajak an die Lieblingsstelle am Fluß, ab an den Strand oder in den Stadtpark und nach dem Transport von Bierkiste und Grill kann man den Hänger sogleich in einen Campingtisch umbauen.

Und für die Outdoorfreaks?

Mit Zusatz-Ski unter den Rädern und Spezial-Deichsel wird der Hinterher-Fahrradanhänger zum nützlichen Begleiter für das Abenteuer im Schnee.

Das Produkt wurde klar unter dem Gedanken der Nachhaltigkeit entwickelt.

Dieser Aspekt und die tolle Umsetzung führten dazu, daß die junge Firma den Umweltpreis der Stadt München 2013 bekam, dieses Jahr auf der Eurobike den Eurobike Award 2015 und nominiert ist für den Bundespreis Ecodesign 2015, der im November 2015 in Berlin verliehen wurde.

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Die 20 Bauteile, welche pro Anhänger verbaut werden, werden fast ausschliesslich von regionalen Firmen im Umland von München gefertigt. Eine Ausnahme sind die Laufräder, die eigens für den hinterher in Italien hergestellt werden. Für Peter Hornung-Sohner ist das Prädikat „made in munich“ also kein hohler Werbespruch – er legt Wert auf kurze Transportwege und die Stärkung regionaler Strukturen.

Natürlich muss der „hinterher“ nicht mit dem Preis von Discount-Anhängern mithalten, denn hohe Material- und Verarbeitungs-Qualität und Langlebigkeit zeichnen ihn aus. Das wirkt sich auch positiv auf den Preis beim Wiederverkauf aus.
Alle Teile sind, falls sie doch einmal kaputt gehen sollten, leicht austauschbar und einzeln erhältlich.

Damit das Fahrvergnügen nicht durch Klappern getrübt wird hat man eine einzigartige, neue und gesetzlich geschützte Deichselaufnahme für den Fahrradanhänger hinterher entwickelt, die eine völlig spiel- und damit klapperfreie Aufnahme der Deichsel erlaubt. Auch alle anderen Bauteile wurden hinsichtlich Fahrgeräuschen optimiert.
Empfohlen wird das Mitbestellen einer Rillengummimatte, denn diese erfüllt gleichzeitig mehrere Funktionen: Sie schützt den Lack der Bodenwanne, sie dient der rutschsicheren Befestigung des Ladeguts und sie mindert Vibrationen und Fahrgeräusche.

In der Basisvariante ist der „hinterher“ ab 500,00 Euro erhältlich. So kann man online seinen Wusch-Anhänger konfigurieren und bestellen oder man lässt sich bei einem lokalen Händler von den Vorzügen überzeugen und kann ihn testen und gerne eine Probefahrt machen.

Fotos: hinterher.com/P.Hornung

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